Über Marco Dinh

Ein Profi
holt Experten dazu.

Die Masse an Entscheidungen, die unterschiedlichen Herausforderungen moderner Führung und das Thema persönliche Belastbarkeit sind so komplex geworden, dass es ineffektiv ist, sie "nebenbei" abzuhaken.

Deswegen greifen Profis zum Experten.

Marco Dinh im Gespräch

Ich klappte gerade den Laptop zu, als er mich ansah.

„Herr Dinh. Glauben Sie, dass unsere Mittelstandsstrategie als Konzern tatsächlich die Ergebnisse bringt, die wir uns davon versprechen?"

Er wartete meine Antwort nichtmal ab. „Ich glaube nicht. Wir haben vor sechs Monaten gestartet. Überzeugt war ich schon damals nicht. Und so wie es aussieht, wird es nicht besser."

Es war halb zehn abends, das letzte Meeting des Tages. Er war Vertriebsvorstand bei einem der größten deutschen Versicherer. Unsere Folgediskussion ging bis elf.

Ich hatte an dem Abend einen Vorteil, den ich damals unterschätzt habe: Die Strategie kam nicht von meiner Beratung. Ich musste sie nicht verteidigen und konnte ehrliches, hartes Feedback geben.

Bis dahin hätte ich gesagt, dass Konzerne mich für Analysen & Projektleitung holen. An dem Abend merkte ich, dass Unterstützung von außen noch einen ganz anderen Beitrag leisten kann: Eine externe, kompetente Perspektive, einfach um das eigene Denken zu schärfen.

Die drei Fokuspunkte meiner Arbeit.

Mein Weg war an manchen Stellen extremer, als er für die meisten Menschen nötig wäre. Aber genau diese Tiefe ist heute Teil meiner Arbeit.

Ähnlich wie ein Mathematiklehrer im Studium Dinge lernt, die er später nie eins zu eins unterrichtet, verändert ein tieferer Hintergrund die Art, wie man einfache Dinge erklären und begleiten kann.

Daher würde ich keinem meiner Klienten raten für anderthalb Jahre in Klöstern zu verschwinden und jeden Morgen anderthalb Stunden in sich selbst zu investieren - aber es ist genau dieses Fundament, was meine Arbeit anders macht.

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Ich als Sparringspartner

Ein Berater verkauft eine Strategie. Damit hängt seine Reputation an dem, was er empfiehlt, und ein Teil jedes Gesprächs geht für die Verteidigung drauf.

Ich verkaufe keine Strategie. Ich bringe die Perspektive, die Klarheit und die Struktur mit, die Entscheidung bleibt bei Ihnen. Deshalb kann ich mir das politische Taktieren sparen.

  • M. Sc. Corporate Development & Social Psychology
  • Ehem. Berater der Boston Consulting Group
  • 10+ Jahre Strategieberatung für Konzerne und Großunternehmen
  • Über 200 Mio. € gemanagtes Projektvolumen
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Ich als Coach

Coaching ist für mich kein intensives Fragegespräch. Es geht darum zu verstehen, was das Problem tatsächlich ist, die Ursachen anzugehen und etwas zu verändern, das danach auch verändert bleibt. Das funktioniert in meinen Augen nicht durch „gute Coachingfragen", mit denen Mindsetveränderungen angestrebt werden. Sondern es funktioniert, in dem die hinter dem Verhalten oder Gedankengänge liegenden Muster, wirklich aufgelöst werden.

  • Ausbildung zum systemischen Coach (>500 Stunden)
  • Ausbildung zum Embodiment Coach (>250 Stunden)
  • Integral Somatic Trauma Therapy (>80 Stunden)
  • Internal Family Systems, Level 1
  • Heilpraktiker für Psychotherapie
  • Mehr als 80 begleitete Geschäftsführer und Vorstände
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Das gewisse Etwas

Ich bin überzeugt, dass der Grund, warum trotz KI die Nachfrage nach kompetenter Unterstützung nicht abreißt, viel mit zwischenmenschlicher Qualität zu tun hat. Nicht, wie die Unterstützung prozessual oder konzeptionell läuft, sondern im Austausch zwischen zwei Menschen.

Und genau hier kommt mein „gewisses Etwas" ins Spiel. Dass ich nicht nur ein breites Spektrum interessanter Ausbildungen absolviert habe, sondern das Gewinnen neuer Perspektiven und Erhalten innerer Ruhe wirklich lebe.

  • Über 18 Monate in Klöstern und Meditationszentren
  • Ausbildung zum Meditationslehrer (>700 Stunden)
  • Ausbildung zum Breathwork Facilitator (>100 Stunden)
  • Mehr als 3,5 Monate in Schweige-Retreats
  • Fast 30 Jahre Kampfsport, bis heute

Warum Verstehen mir nicht reicht

Ein Klient kam zu mir, nachdem er viereinhalb Jahre mit einer sehr renommierten und exklusiven Führungskräfte-Coachin gearbeitet hatte. Geschäftsführer, mittelständisches Unternehmen, solide profitabel in einer Branche, in der das keine Selbstverständlichkeit ist.

In diesen viereinhalb Jahren hatte er verstanden, was in ihm passiert. Die Mechanismen, die Muster, die Auslöser. Wirklich präzise. Aber die Entwicklung war ungenügend.

Sein Thema war sein Vater. Der ihn seit jüngster Kindheit als undankbar und inkompetent hingestellt hatte. Wir hatten unseren Termin am Mittwochmorgen. Als ich ihn fragte, wieso er so angespannt wirkt: Er sei seit drei Tagen bei 7 von 10. Warum?

Am Sonntag, bei einer Familienfeier, kanzelte der Vater ihn vor versammelter Familie als undankbar und unfähig ab, vor den Augen seiner eigenen Töchter. Mein Klient stand auf, nahm seine Frau und die Kinder und ging.

Genau das sehe ich ständig: viel Fokus auf Verstehen, viel Mindset, viel Arbeit an Glaubenssätzen. Alles nett. Es verändert aber die Person häufig nicht. Wenn ein Thema Sie mit 8,5 von 10 belastet und Sie nach vier Jahren bei 7 sind, ist das ganz nett. Ich will auf 2.

Der Konflikt mit seinem Vater ist bis heute nicht aufgelöst. Die beiden sind keine besten Freunde geworden (und werden es vielleicht auch nicht mehr). Was sich verändert hat: Wenn der Vater loslegt, ist eben kein Aufruhr in ihm. Er hat in sich Frieden geschlossen mit der Thematik. Er hält heute mehr Abstand, aber eben aus einem Gefühl innerer Ruhe, und nicht aus dem Impuls, seinem Vater sonst an die Gurgel zu gehen.

Mein Anspruch bei bspw. so klar eingegrenzten Themen: Nach sechs bis acht Wochen muss ein klarer Fortschritt im Erleben vorliegen - nicht nur im Verständnis.

Vater

Ich lebe nicht mit der Mutter meiner Tochter zusammen. Das Gefühl, zu wenig Zeit mit ihr zu verbringen, ist dadurch ein regelmäßiger Gast. Nicht täglich, aber es taucht auf.

Fast alle meine Klienten kennen dieses Gefühl. Auch die, die glücklich verheiratet sind und deren Kinder bei ihnen wohnen. Bei ihnen kommt es nicht von der Trennung, sondern von der Menge an Arbeit.

Meine Antwort darauf ist nicht, mehr Zeit freizuräumen. Ich nehme sie in meine Zeit mit.

Diesen Sommer waren wir in der Normandie. Um sieben stehe ich auf und mache meine eigene Praxis. Danach wecke ich sie.

Sie ist nicht begeistert. Manchmal reichen ein paar ruhige Worte, manchmal braucht es ein „komm schon, hinterher geht's dir besser". Dann verschwindet sie im Bad, mal verschlafen, mal maulend, zieht sich Trainingssachen an, und wir gehen runter.

Danach ist sie jedes Mal gut drauf. Sie bewegt sich zu Hause vergleichsweise wenig, weshalb sie bei uns schnell Fortschritte sieht. Die Grundlagen sitzen: Sie schlug das erste Mal mit zweieinhalb auf einen Sandsack, und wir haben in den Jahren danach so oft zusammen trainiert, dass sie heute nach zwei Tagen wieder drin ist.

Kein Klient hat je gesagt, er arbeite mit mir, weil ich Vater bin. Viele spiegelten mir jedoch zurück, dass es genau diese menschliche Komponente ist, die ihnen am Anfang unserer Zusammenarbeit noch fehlte.

Ob wir zusammenarbeiten sollten, finden wir am schnellsten in einem Gespräch heraus.

Sie beschreiben Ihre konkreten Ziele, ich zeige auf, wie ich Sie unterstützen würde, und Sie entscheiden, ob diese Ansätze für Sie passen.

20-30 Minuten. Online.

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